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Spielplatz – freie Entfaltung für Kinder

Logo MamiwebAuf einem Spielplatz  sind meist mehrere Spielgeräte, wie Rutschen, Schaukeln, Wippen oder Klettergerüste vorhanden, auf denen sich die Kinder austoben können.

Der Spielplatz sollte auf jeden Fall nach außen hin durch Hecken und Zäune umgeben sein. Dies dient als Sichtschutz und es wird u.a. verhindert, dass der Nachwuchs nicht einfach auf die Straße rennen kann und so besser vor dem Verkehr geschützt ist. In Wohngegenden nehmen auch gerade Hecken zusätzlich die Funktion eines Lärmschutzes ein.

Als Fallschutz sollte Sand, Gummigranulat oder Kies benutzt werden und keine Holzschnitzel oder Rindenmulch, da diese zur Schimmelbildung neigen.

In den meisten Bundesländern ist die Errichtung von Kinderspielplätzen Pflicht. Als wichtiger Sicherheitshinweis für Eltern dienen die DIN EN 1176 und 1177 Normen, die den Betrieb und Bau eines Spielplatzes maßgeblich bestimmen. So müssen seit 1998 die Gerätehersteller garantieren, dass ihre Geräte dem Stand der Technik entsprechen, was durch regelmäßige Inspektionen und Wartung gewährleistet werden sollte. Entsteht z.B. durch die Nutzung veralteter Geräte ein Schaden, so macht sich der Hersteller schadensersatzpflichtig. Eltern ist demnach anzuraten bei Auffälligkeiten, wie gesplittertem Holz, scharfen Kanten oder gar beschädigten Geräten nicht zu zögern und sich umgehend an den Spielplatz-Betreiber zu wenden.

Auf einem Spielplatz können die Kinder frei spielen, was von vielen Vorteilen geprägt ist. Durch klettern, schaukeln und den vielen weiteren Möglichkeiten werden spielerisch neue Bewegungen erlernt und somit die motorischen Fähigkeiten geschult. Auch die sozialen Kompetenzen werden durch den Umgang mit Spielgefährten gefördert, so können Konflikte oder neu entdeckte, gemeinsame Interessen das persönliche Wesen des Kindes weiterentwickeln.

Spielplätze entwickeln sich immer weiter, sodass mittlerweile ein breitgefächertes Angebot besteht. Abenteuerspielplätze sind zum Beispiel häufig naturnah gebaut, die Klettergeräte meist höher und die Rutschen länger, womit sie eher für ältere Kinder gedacht sind. Wasserspielplätze hingegen sorgen für eine Abkühlung und eignen sich dadurch gut für die wärmeren Tage, alternativ zu schattigen Plätzen. So haben sich die Betreiber der Spielplätze durch ihre eine Angebotsvielfalt auf die verschiedenen Bedürfnisse ihrer Besucher eingestellt.

Vielen Dank für diesen Gastbeitrag von Natalija Krenz vom Mamiweb

TÜV hält viele Spielplätze für lebensgefährlich

Laut TÜV Rheinland waren von 75 Spielplätzen in 15 Städten nur 6 Spielplätze einwandfrei. Morsches Holz, rostiges Metall, scharfe Schrauben: Die Verletzungsgefahr auf Spielplätzen ist extrem hoch. Ist dem wirklich so? Seit langem ist bekannt, dass Spielplätze durchaus Gefahrpotenzial haben. Webseiten, wie Kindersicherheit und Sicherer Spielplatz weißen schon seit Jahren darauf hin. Daher ist die Studie vom TÜV Rheinland im Grunde nichts Neues.

Mittlerweile rudert man anscheinend sogar zurück und die öffentliche Meinung ist gegen Spielplatzsperrungen. Das belegt z.B. der Artikel von Welt Online. Natürlich sind die Mängel mitunter gravierend und sollten behoben werden. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob es überhaupt eine absolute Sicherheit gibt. Und hier geht es wieder zurück an die Eltern, die sich zu gerne auf die Bank am Spielplatz setzen oder gar nicht erst mitkommen. Es liegt anscheinend in der Natur unserer Gesellschaft, dass es immer einen Bösewicht geben muss, der daran Schuld ist, wenn etwas passiert. Hier der Betreiber des Spielplatzes. Vielleicht wären manche Unfälle aber erst gar nicht passiert, wenn die Erziehungsberechtigten das Spielgerät einmalig inspiziert oder dem Kind entsprechende Hilfestellung gegeben hätten.

Eins bleibt jedoch unbestritten, Gefahrenpotenziale, wie morsches Holz, scharfe Kanten haben auf dem Spielplatz nichts zu suchen und sollten unverzüglich behoben werden.